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Ist Sauna gesund? Was ich dazu weiss und worauf ich achte

Was die Forschung zur Sauna hergibt, wo sie dünn wird und worauf ich selbst achte.

Saunaofen mit Steinen im Sonnenlicht

Hoi, ich bin Luka. Wenn ich von unseren Saunagängen am See erzähle, kommt fast immer dieselbe Frage: Ist Sauna eigentlich gesund? Ich habe Sportwissenschaft studiert, bin aber kein Arzt. Deshalb schreibe ich dir hier, was die Forschung ziemlich solide hergibt, wo sie dünn wird und was ich selbst mache.

Die kurze Antwort: Für die meisten gesunden Menschen ist Sauna gesund, wenn man sie mit etwas Gefühl macht. Das stärkste Argument kommt aus Finnland. Dort hat ein Forscherteam Männer zwischen 42 und 60 über mehr als 20 Jahre begleitet. Wer vier- bis siebenmal pro Woche in die Sauna ging, starb in diesem Zeitraum deutlich seltener an einem Herzinfarkt oder am plötzlichen Herztod als jemand, der nur einmal pro Woche ging. Auch die Sterblichkeit insgesamt war rund 40 Prozent tiefer, und bei zwei bis drei Besuchen pro Woche immerhin rund ein Viertel.

Bevor wir jetzt alle jeden Tag in die Sauna sitzen: Das war eine Beobachtungsstudie. Sie zeigt, dass beides zusammen auftritt, aber nicht, dass die Sauna die Ursache ist. Wer regelmässig saunieren geht, ist vielleicht auch entspannter, besser vernetzt und lebt insgesamt gesünder. Dazu kommt, dass in Finnland fast niemand nur mal kurz geht, und dass ich in Luzern kaum jemanden kenne, der es vier- bis siebenmal pro Woche schafft. Ich gehe also davon aus, dass jede Runde etwas bringt. Bewiesen ist das nicht.

Was sonst für die Sauna spricht, ist weniger gut abgesichert, aber plausibel. Der Körper entspannt sich, der Stresspegel sinkt, verspannte Muskeln lösen sich, und es gibt Hinweise, dass Spannungskopfschmerzen und Erkältungen seltener werden. Bei mir ist der grösste Effekt ehrlich gesagt im Kopf. Nach einer Runde mit anderen, in der niemand aufs Handy schaut, bin ich ruhiger als nach fast allem anderen.

Für Entgiften und Abnehmen gibt es dagegen keine ausreichenden Belege. Was du in der Sauna verlierst, ist Wasser, und das trinkst du danach wieder.

So mache ich es, damit es mir wirklich guttut. Zuerst dusche ich und lege ein Handtuch unter den ganzen Körper. Dann bleibe ich 8 bis 15 Minuten, nicht länger, auch wenn jemand neben mir noch sitzen bleibt. Es geht nicht darum, wer es am längsten aushält. Zwei bis drei Runden reichen, mit Pausen dazwischen. Wenn du liegst, setz dich in den letzten zwei Minuten auf, damit sich der Kreislauf anpassen kann. Und wenn dir schwindlig wird oder du dich nicht wohlfühlst, gehst du sofort raus.

Danach gehe ich zuerst an die frische Luft und kühle mich erst dann ab. Der Sprung ins kalte Wasser fühlt sich fantastisch an, ist aber auch eine Belastung für den Kreislauf. Wer es mit dem Herzen hat, steigt lieber langsam ein oder duscht nur kalt ab. Bei uns ist der See deshalb immer freiwillig. Dazu gehört, vor und nach der Sauna genug Wasser zu trinken und den Alkohol wegzulassen, weil er das Risiko für Kreislaufprobleme und Unfälle erhöht.

Es gibt Situationen, in denen du die Sauna besser auslässt oder vorher mit deinem Arzt oder deiner Ärztin sprichst: bei Fieber oder einer akuten Infektion, bei sehr tiefem Blutdruck, in der Schwangerschaft, bei Herzproblemen, bei nicht eingestelltem Bluthochdruck oder wenn du Medikamente nimmst, die das Schwitzen oder den Kreislauf beeinflussen. Wenn du dir unsicher bist, frag lieber einmal nach. Das hier ist keine medizinische Beratung.

Mein Fazit: Sauna ist für die meisten Menschen eine gute Sache, vor allem, wenn sie regelmässig, in Ruhe und mit Respekt vor dem eigenen Körper passiert. Du musst keine Rekorde brechen und nicht ins Eiswasser. Und wenn du Lust hast, es mit anderen auszuprobieren: Wir treffen uns mit der sauna community luzern im Popup Sauna am Strandbad Lido. Gratis dabei, du zahlst nur deinen Anteil an der Saunamiete. Die nächste Session ist am Sonntag, 1. November um 10:00. Den Link zur WhatsApp-Gruppe findest du auf saunacommunityluzern.ch

Quellen